15.1.2012 - Eine Kathedrale in Minecraft

Minecraft hat mich als altes Lego-Kind irgendwie gefesselt. Und als ich diese große Kathedrale in Youtube gesehen habe, dachte ich mir: Das kann ich auch.

 

Aber größer.

 

Und weil man es ja gerne übertreibt, ohne die Baumaterialien zu generieren, sprich jeder Block wird einzeln abgebaut, mit Gerüsten in die Höhe gebracht, die Gerüste abgebaut...

Und realistisch sollte es sein. Die Arbeiter müssen ja wo leben. Die Steine irgendwo her kommen. Die Kathedrale braucht ein Fundament.

 

Also ging es los...

Zunächst brauchte man also ein kleines Dorf, am Besten in Küstennähe, nicht weit von den Bergen, wo die vielen Steine her kamen. Es entstand (direkt am Startpunkt) eine Siedlung auf einer Landzunge, geschützt von einer kleinen Palisade und einem Steinturm auf dem Hügel. Ein Pier dazu und ein Leuchtturm auf einer vorgelagerten Insel.Natürlich mit vielen Fackeln ausgeleuchtet, bis innen keine Monster mehr erscheinen konnten.

In der Nähe findet sich der Steinbruch. Hier hatte ich ursprünglich, naiv wie ich war, vier Doppelkisten mit Steinen eingelagert, und dachte, dass das schon eine ganze Menge sei. Damals wusste ich noch nicht, dass ich fast 600.000 Blöcke verbauen würde...

Nun sollte es also beginnen. Ein Fundament wurde errichtet, ein Gewölbe gezogen, und ich stellte mir die Frage, wie lange ich wohl brauchen würde... Links die Kammer unter dem Vierungsturm, in hell die Fundamente für die Säulen. Ja, aus Sand, der Optik wegen. Ist übrigens blöd, wenn man ganz unten noch was ändern muss, und einem dann das Dach entgegenrieselt...

Also ging es los. Fundamente versenkt, Gewölbe fertig, jetzt wächst es nach oben. Eigentlich hatte ich den Kölner Dom als Grundriss, aber irgendwie wurde es dann doch größer. Die Säulen und Wände aus Sand, die Bögen aus Sandstein. Mir wurde erst da klar, wieviel Kohle ich zum Brennen der Steine für den Boden und die Fenster brauchen würde. Durch die ganzen Fackeln tauchten nachts zum Glück immer genug Schafe in der Kathedrale für den Teppich auf...

Problematisch wurde allerdings der blöde Berg, den ich in meiner Bauplatzsuche irgendwie übersehen hatte. 250 Blöcke lang, 150 breit und 30 hoch. Er ragte mitten in meinen Bauplatz hinein und sollte sich auch nach Abtragen noch harmonisch in die Landschaft einfügen. Auf der anderen Seite gab es da diesen See, der Überbrückt werden musste. 500 lang, 400 breit.

Ausgefeilte Technik öffnet Geheimtüren, von der Krypta aus immer gut einsehbar mittels unterirdischer Gänge und Fenster. Mitlerweile wurden auch Vertikalverbindungen zum entstehenden Dach in 30 Kästchen Höhe notwendig, daher entstanden Wendeltreppen in den Säulen.

Hier die Sicht auf den noch zu überbauenden See, den entstehenden Vierungsturm und die Apsis im Rohbau:

Bei der Innenausstattung entanden dann kleine Seitenkapellen, dicker roter Teppich und ein Altarraum mit seitlichen Chorgestühl, Hochaltar, Kanzel und dem Kryptaeingang dahinter. Den Vierungsturm habe ich allerdings entgegen dem original hohl gemacht, gefiel mir besser und ist imposanter.

Natürlich durfte ein gruseliger Friedhof nicht fehlen. Also gab es nen Friedhof mit Gruften, offenem Grab, geheimen Eingängen in die Katakomben etc. Natürlich so dunkel gehalten, dass nachts dort im Gegensatz zur erleuchteten Kathedrale Skelette und Zombies erscheinen. Man gönnt sich ja sonst nix...

An der Nordseite schließt sich der Klostergarten an, das gesamte Gelände ist von einer Palisade umfrieded, die von einem kleinen Torhaus durchbrochen ist. Auf Dauer fülle ich vielleicht das Gelände noch mit den Wirtschaftsgebäuden, Kreuzgang etc.

Zu guter Letzt bleibt nur noch die Sicht auf den Weg vom Dorf zur Kathedrale und auf das recht ansehliche Westwerk, was leider oben aufgrund der Höhenbeschränkung etwas abrupt abgesägt werden musste. Naja, halt eher Notre-Dame statt Kapellsche...

So. Fertig.

 

War ne Menge Arbeit, hat mir so manche Zugfahr versüßt, und pünktlich zur Lernphase bin ich fertig geworden.

 

Mein Fazit: Geiles Spiel!

 

So long - Fabian